Offene Grenzen WANDERUNG ZUM HEILIGEN STEIN

Auf der Anhöhe des Manhartsbergs, in unmittelbarer Nähe zur österreichisch-tschechischen Grenze, liegt ein merkwürdiger Schalenstein. Wahrscheinlich diente er schon in prähistorischer Zeit als Kultstätte.
1647, in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges, wurde an der dortigen Quelle ein Invalide von seinem Leiden geheilt. Das „Marienwasser“ wurde zum Exportschlager der Region, der „Heilige Stein“ zur Pilgerstätte und bald zum Zankapfel um Verwertungsrechte und Profit.
Das einst imposante Wallfahrtszentrum wurde 1750 abgerissen und zweieinhalb Jahrhunderte später zum Fundament einer ellipsenförmigen Aussichtswarte, von der aus man das herrliche Panorama des Weinviertels und Südmährens bewundern kann.
Alljährlich laden die Partnerfestivals von Retz und Znaim zum grenzüberschreitenden Treffen am Heiligen Stein und feiern gemeinsam mit Musik und Kulinarik die grenzenlose Freiheit ihrer einzigartigen Kulturlandschaft.